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Unser Abstecher in die Dominikanische Republik

Boca Chica

Unsere Ankunft in Boca Chica am 22.12 war spannend, weil auch diese Bucht ziemlich flach ist und die Ansteuerung eine Herausforderung war. Das einchecken war dann wieder sehr entspannt. Customs, Immigration, und Armada (Militär) alle zusammen auf unserem Schiff und alle Angst vor Charly :-). Der Zoll hat dann im Schiff in die verschiedenen Schaps und Schränke geschaut und sich sehr über unsere Lebensmittelvorräte gewundert. Naja wir haben halt einen reichlichen Vorrat an Grundnahrungsmitteln. Aber das Ganze blieb doch recht oberflächlich und nach einer gefühlten Ewigkeit hatten wir dann alle Dokumente beieinander. Eine Besonderheit gibt es in der dominikanischen Republik und zwar das man sich immer bei der Armada ab- und anmelden muss und mitteilen muss welches der nächste Hafen ist. Man erhält dann ein Zapar genanntes Dokument. Diese Prozedur dauert jedesmal mindestens 3 Stunden. Wir hatten in Bocca Chicca wiedermal einige Reparaturen zu erledigen und haben damit dann gleich auch angefangen allerdings mit mässigem Erfolg trotz tatkräftiger Unterstützung der Marina. Unser AIS funktionierte nicht mehr richtig wir waren nur auf geringe Distanz zu sehen und haben auch nur Schiffe in unmittelbarer Nähe gesehen. Sehr ärgerlich und damit fehlte auch ein wirklich bedeutendes Sicherheitsfeature. Außerdem war beim losfahren in Aruba von uns festgestellt worden, dass wenn wir die hydraulische Zentralwinsch oder die Ankerwinsch benutzen kurzzeitig der Strom ausfiel und damit auch alle Instrumente wie z.b die Navigationsanzeigen, der Kartenplotter und der Autopilot. Alles gar nicht gut wenn man Anker oder das Großsegel setzen möchte. Außerdem war unsere elektrische Toilette undicht und somit eine ziemliche Geruchsbelästigung. Naja wir haben dann in den beiden Ausrüstergeschäften (engl. Chandlery) zwar ein paar Ersatzteile gefunden aber die freundliche Hilfe im Hafen führte eigentlich nur zu Kosten und wir konnten nur die Toilette dicht bekommen. Gerade die Versuche die AIS Antenne zu ersetzen habe die Sache nur verschlimmbessert. Der Kollege der oben im Mast war hat die alte Antenne einfach abgeschnitten und dann den Draht mit Tesa behelfsmäßig verbunden. Wir haben dann noch einen Versuch in Cap Cana unternommen, die Probleme zu beheben und konnten dort mit Hilfe eines freundlichen deutschen Elektrikers zumindest das AIS wieder reparieren. Die Hydraulik und der Ausfall der Elektik bei Benutzung derselben blieb uns aber erhalten.

Boca Chica ist eine einzige Partymeile und ein ausgewiesenes Rotlichtviertel und nebenbei unglaublich dreckig. Becci hat auf Ihren Jogging Runden am Strand soviel Müll und Dreck gesehen wie noch nirgendwo sonst auf unserer Reise. An der "Strandpromenade" liegen etliche einfache Restaurants die alle Ihren Müll einfach hinter die Restaurants kippen und dort dient der Müll dann den herumstreunenden Ziegen zum Stöbern und als Futter. Im besten Fall wird er dann später verbrannt und ansonsten stinkt er halt einfach vor sich hin. Naja etwas weiter den Strand runter gibt es ein paar wirklich nette Restaurants mit leckerem lokalem Essen und auch das Restaurant im Hafen war zu mindestens am Wochenende sehr schön alleine aufgrund der Lage direkt am Wasser. Die Leute im Hafen waren wirklich sehr hilfsbereit allen voran Jimmy der einige Zeit in der Schweiz gelebt hat und sehr gut deutsch sprach. Mir war auf dem Törn von Aruba auf die Dominikanische Republik Spritzwasser auf mein iPhone gekommen, welches ja angeblich wasserdicht ist. Aber Pustekuchen das Ding hat quasi sofort den Dienst verweigert und ich brauchte daher eine Reparatur und musste nach Santo Domingo. Jimmy ist zusammen mit mir gefahren und war sehr hilfreich. Interessant ist noch, dass wenn man wie ich die deutsche Nummer im iPhone über eine ESIM (virtuell) realisiert hat man diese Nummer nur auf ein neues Telefon übertragen kann solange das alte noch funktioniert, was ja bei mir nicht mehr der Fall war. Eine neue ESIM kann genau wie eine normale SIM nur im Heimatnetz also in Deutschland registriert werden. Also zunächst mal neues iPhone kaufen und das alte reparieren lassen. Telefonie nur über WhatsApp und dann schließlich neue Registrierung beim nächsten Deutschland Besuch... In Boca Chica haben wir dann Weihnachten gefeiert sehr nett mit zwei deutschen Booten wobei insbesondere der Kontakt mit der Intrepit Bear unheimlich nett war. Wir sind dann am 29.12 weitergesegelt und haben dann noch zweimal geankert. Sylvester haben wir dann vor der Isla Catalina verbracht wiederum mit 2 weiteren Booten. Weitergesegelt sind wir am 2.1 Richtung Cap Cana in die Marina Cap Cana. Bei diesem Törn ist uns eines der beiden  Katamarane unter Missachtung sämtlicher Vorfahrtsregeln fast ins Boot gefahren. Nur ein Manöver des letzten Augenblicks von mir hat die Katastrophe verhindert. Spannend war dann, das anstelle einer zu erwartenden Entschuldigung von dem Skipper und seiner Frau behauptet wurde wir wären an dem Fast Zusammenstoß schuld gewesen. Ein vernünftiges Gespräch war zu dem Thema nicht möglich und so wurde der Kontakt abgebrochen. Es ist schon bedenklich wenn jemand mit so fehlenden grundlegenden seemännischen Grundkenntnissen auf den Meeren herum fährt. Nun ja uns war vorher schon aufgefallen, dass der Skipper von diesem Boot die Wahrheit und Weisheit für sich gepachtet hat. Wahrscheinlich hatte er einfach ein Problem damit sich selber und seiner Frau und der übrigen Umgebung einzugestehen, dass er Bockmist gebaut hatte. Wir nennen in Norddeutschland so jemanden einen "Klugschieter".

 

 

Cap Cana

Am 3 Januar haben wir wie ja schon beschrieben im äußerst luxuriösen Hafen Cap Cana festgemacht. Das ganze ist eine riesige Appartment Anlage, die angeblich größer sein soll als Manhatten. Neben dem riesigen Hafen der bis auf einige Fischerboote ziemlich leer war, gibt es verschiedenste Siedlungen, mehrere Golfplätze und auch einen großen Freizeit Adventurepark. Wir haben uns auf einen längeren Aufenthalt eingestellt, weil für mich mal wieder ein Besuch in Deutschland in Firmenangelegenheiten und auch zum Besuch der Familie anstand. Becci und Lea haben dort eine schöne Zeit gehabt und den Strand, die luxuriöse Anlage mit den netten Restaurants und einigen netten Leuten genoßen.   Aber erstmal haben wir zusammen etwas unternommen neben dem dem Besuch der wirklich großen und luxuriösen Shopping Mal namens Blue Mal waren wir in einem Delfinarium wo Lea und Becci mit Delphinen schwimmen waren. Ich habe zugeschaut und mich über die große Freude der beiden gefreut. Die Becken für die Delphine waren wirklich großzügig und wir hatten den Eindruck, dass die Tiere dort wirklich artgerecht gehalten und behandelt werden. Außerdem waren wir in einem Adventurepark in dem die besondere Attraktion so genannte Zip Lines waren. Das sind Drahtseile die in luftiger Höhe über dem Dschungel gespannt sind und wo man an einem Seilwagen in den man mittels eines Beckengurtes eingehängt wird entlang gleitet. In dem Adventurepark waren das wirklich lange Strecken und ausserdem gab es allerlei Tiere und Schwimmhöhlen und Wasserfälle und und und... Lea war begeistert und wir hatten dort einen tollen Tag. Nachdem ich aus Deutschland zurück war haben wir dann noch einen Ausflug zu einem nahe gelegenem Berg unternommen. Man fährt dort vom Fuß des Berges mit Landrovern über eine spektakuläre Piste auf die Bergspitze. Dort gibt es eine fantastische Aussicht auf die  umliegende Gegend und auch wieder Zip Lines und ein ganz nettes Restaurant. Wir haben alles genossen und hatten einen wirklich schönen Ausflug. Insgesamt waren wir also fast 4 Wochen in Cap Cana natürlich auch bedingt durch meinen Trip ins nasskalte Deutschland. In dieser luxuriösen Marina mit Ihren tollen Stränden, Restaurants und Pools und den Einkaufsmöglichkeiten nicht allzu weit entfernt alles andere als eine Strafe. Wir haben dort auch unser AIS reparieren können indem wir den Splitter ausgetauscht haben. Leider haben wir unser Thema mit der Hydraulik dort nicht in den Griff bekommen. Am 2. Februar sind wir dann Richtung Samana Bucht gestartet. Wir hatten eine wirklich erholsame und relaxte Zeit in dieser Marina, die das muss man dazu sagen dann aber auch kein Schnäppchen ist.

Samana Bucht

Von Cap Cana in die Bahia Samana das sind anspruchsvolle ca. 90 Meilen größtenteils mit am Wind Kurs durch die Mona Passage und dann nachdem man um das West Kap rum ist mit achterlichem Wind. An dem Kap muss man höllisch aufpassen weil es Unmengen von Fischernetzen gibt, die größtenteils sehr schlecht zu sehen sind. Aber wir hatten gute Sicht und sind tagsüber da durch. Dann im weiteren Verlauf des Törns und mit Einbruch der Dunkelheit wurde das Wetter immer schlechter und wir konnten - zum Glück in einiger Entfernung - heftige Gewitter beobachten. Außerdem hatten wir leider auch wieder Probleme mit der Maschine, die wir bei wirklich wenig Wind mitlaufen hatten. Direkt bei der Ansteuerung des Ankerplatzes in der Samana Bucht meldete sich wieder der Alarm mit dem zu heissen Treibstoff und beim Ankern fielen uns auch wieder laufend die Instrumente aus. Zwei Fehler die wir dann erst in Panama bzw Jamaika beheben konnten. Aber dazu daher später. Die Einfahrt bei strömendem Regen und tiefer Nacht in die Samana Anker Bucht ist durchaus tricky. Zwar gut betont aber schmal und mit dem Maschinenbau en Alarm und der immer wieder ausfallenden Instrumenten echt kein Spass und dann war die Bucht auch noch richtig voll und wir haben 4 Anläufe gebraucht um den Anker zu halten zu bringen und zwar ohne mit irgendwem ins Gehege zu kommen und das dann bei strömendem Regen. So gegen 3 Uhr nachts nach 17 Stunden waren wir dann endlich vor Anker und nach einem schnellen Teller köstlicher heisser Tomantensuppe sind wir dann in den verdienten Schlaf gefallen.

Der Ankerplatz in der Bahia Samana ist wirklich schön

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