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St Lucia

Rodney Bay Marina

Nachdem wir nach ungefähr 24 Stunden nach unserer Ankunft den abgeschlossenen "Corona Steg" verlassen durften haben wir uns an einen Steg mit mehreren anderen Blauwasser Yachten gelegt. Die Rodney Bay Marina am nordwestlichen Ende von St Lucia gelegen ist eine sehr große tief ins Land gehende Bucht die durch einen schmalen Kanal mit dem Meer verbunden ist. Eigentlich ist das Ganze ein großer Salzwassers der auch als Hurrikane sicher Hafen gilt. In der vor dem Kanal liegenden Bucht ankern auch einige Yachten und wir haben dort auch zwei nette Nächte vor Anker verbracht. An dem Steg an dem wir lagen waren auch drei deutsche Schiffe von den 2 Ihre Weltumsegelung bereits beendet hatten. Außerdem haben wir die Ottifant (frei nach Otto Walkes) und Ihren Skipper samt Freundin kennengelernt. Er segelt mit diesem Schiff seit 25 Jahren in der Karibik und war eine Quelle für viele Informationen.

Die Rodney Bay Marina ist jedes Jahr der Zielhafen für die ARC (Atlantik Race for Cruisers) mit der in normalen Jahren 400-500 Schiffe im November von Gran Canaria nach St. Lucia segeln. Im Jahr 2020 waren es gerade mal 45 Schiffe habe ich mir sagen lassen. Dementsprechend war der Hafen sehr leer, ein Phänomen das uns in der Karibik überall begegnet ist. Auch das Leben an Land war wegen der Corona Regeln stark eingeschränkt. Alle Restaurants waren entweder geschlossen oder boten Take away an und der Alkohol Verkauf war komplett verboten. Ansonsten ist die Marina ein toller Hafen der wirklich alles bietet. Leckeres Eis, Sushi alle Arten von Reparatur Services und einen wirklich toll ausgestatteten Shop für Yachtzubehör gibt es auch. In der daneben liegenden Werft können Yachten gekrant werden und es gibt verschiedene Mechaniker. Wir haben nach der Atlantiküberquerung einige Schäden zu reparieren gehabt und haben auch einen Service für den Generator und die Maschine durchgeführt und siehe da der Impeller des Generators hatte bereit zwei Flügel verloren. Wir haben dann die Metallarbeiten als da waren die ausgerissene Relingsstütze, die abgerissenen Halterungen der Windfahne und die Reparatur an einer der beiden Schienen für die Genuabäume bei ARC Dynamic auch bekannt als Chinaman in Auftrag gegeben. Der Preis war ok und die Arbeit hat der "Chinaman" wirklich gut gemacht. Das er dabei Pistole im Halfter am Gürtel trug habe ich zu Kenntnis genommen und Ihn natürlich nach dem Grund gefragt. Er hat nur gemeint das man im Business auf alles vorbereitet sein muss. Na denn... Aber zunächst bekommen wir die Auskunft das die Arbeiten erst in der nächsten Woche durchgeführt werden können und wir hatten somit 4 Tage Zeit Allerdings mussten zunächst die Einklarierung erfolgen. Angemeldet hatten wir uns über Sailclear (https://www.sailclear.com) die Webseite die mittlerweile in diesem Teil der Karibik vielfach verwendet wird. Man legt dort eine Crewliste an und gibt an wann man auf der jeweiligen Insel sein will. Daneben hat aber jedes Land noch seine eigenen Formulare und Vorschriften auf eigenen Webseiten. Somit bedarf es einiger gründlicher Vorbereitung um dann in einer mehr oder weniger langen Prozedur einzuklarieren.

Nachdem das erledigt war blieb dann nur noch Charly der ebenfalls einklariert werden muss und das macht dann ein "Amtstierarzt" der an Bord kommt und den Hund begutachtet nachdem man Ihm vorher einen Haufen Unterlagen wie z.b Impfnachweise und das Gesundheitszeugnis des letzten "Amtstierarztes" geschickt hat. In St Lucia hat das ganz gut geklappt. Allerdings muss man wenn man das Land verläßt den Hund wieder vom "Amtstierarzt" begutachten lassen, damit man diese Gutachten dann für das nächste Land hat. Das geht dann aber immer nur in der Hauptstadt. So jetzt wisst Ihr Bescheid... Roland unser Kollege, der mit uns über den Atlantik gesegelt ist, hat sich entschlossen noch zwei Wochen mit uns zusammen St Lucia zu erkunden und so sind wir dann nach dem wir in einem ordentlichen Supermarkt unsere Vorräte aufgefüllt hatten zunächst Richtung Süden nach Souffliere aufgebrochen. Proviant ist übrigens in. der Karibik mit wenigen Ausnahmen wie z.B. lokales Obst und Früchte richtig teuer. Gerade Getränke wie Cola (Rebecca) und Wasser mit Kohlensäure schlagen richtig in Kontor. Man kann für eine Flasche Wasser gerne mal 6-7 € bezahlen von Wein wollen wir mal gar nicht reden.  Also als Tip an alle die von den Kanaren starten alles was nicht verdirbt extra reichlich einlagern. Wir waren da etwas zu zurückhaltend.

 

Soufriere Bay und Marigot Bay

Am 18.02 hatten wir dann alle Formalitäten erledigt und haben uns zunächst für eine Nacht in der Rodney Bay vor Anker gelegt. Dann sind wir zusammen mit Roland die Küste von St Lucia runter gesegelt in die Soufriere Bay. Kleiner Ort malerisch in der Bucht gelegen, dahinter erheben sich steile Berge mit Regenwald bewachsen. Viele Fischer und man kann dort super tauchen was Roland und auch wir dann ausgiebig gemacht haben. Auch der Strand ist sehr schön und Lea und Charly haben das Strandleben in vollen Zügen genossen, nach der langen Zeit an Bord. Wir haben unser Dinghi ausgiebig getestet und festgestellt das wir hier etwas zu knauserig waren. Etwas größer und etwas mehr PS und ein Feststoffrumpf stehen jetzt also auf der Wunschliste. Dafür ist das Boot leicht und lässt sich gut in den Davids fahren. Tja man kann nicht alles haben.

Beim Anlegen sind wir an eine Mouring Boje gelotst worden von einem jungen Rasta der uns seine Boje überteuert verkauft hat. Die offiziellen Bojen der Stadt waren deutlich günstiger. Naja Akonto Lebenserfahrung und in Zukunft haben wir dann besser aufgepasst und uns vorher über die Preise im Handbuch "Windwart Islands" informiert. Das Buch kann man wirklich empfehlen von Martinique bis Grenada mit kleiner Karte dabei und eigentlich für jede Bucht die beschrieben wird, werden die lokalen Rastas aufgeführt die die Bootsservices anbieten. Das ist eine interessante Schar in zum Teil sehr bunten Booten wird so ziemlich alles Angeboten was der Yachtie so braucht. Frischer Fisch, Eiswürfel, Gemüse, Obst, Benzin und in Bequia kommen sie sogar mit Diesel, Tauch Expiditionen, kleinere Reparaturen, Lobster Barbecues am Strand und und und ... Aber Achtung die Preise haben es in sich und man muss definitiv verhandeln. Aber die Jungs sind alle nett und akzeptieren ein Nein.

Wir sind dann am Freitag gleich erstmal an Land gefahren und wurden dort vom örtlichen Polizisten in Empfang genommen, der uns erklärt hat das wir als Ausländer hier nicht an Land dürfen. Alle Beteuerung das sowohl wir als auch der Hund ordnungsgemäß einklariert sind halfen zunächst nichts. Erst als ich hartnäckig geblieben bin und wir keine Anstalten gemacht haben wieder abzuziehen. Hat er den Customsofficer dazugeholt. Der hat dann mit der Rodney Bay Marina und dem dortigen Customs telefoniert und siehe da wir durften bleiben. Durch den Lockdown waren leider die meisten Bars, Restaurants und Geschäfte geschlossen. Aber wir haben trotzdem einen guten ersten Eindruck bekommen. Am Sonnabend war dann Markt vielfältige Gemüse und Obstsorten von denen wir etliche nicht kannten. Wir haben gelernt, das es etliche verschiedene Sorten Bananen gibt von denen nicht alle ungekocht gegessen werden. Dasselbe gilt für Kartoffeln und Süsskartoffeln. Anschließen haben wir dann noch frischen Fisch direkt auf dem Fischmarkt filetieren lassen und den dann Abends verputzt. Super lecker!

Am nächsten Tag haben wir und auch Roland dann einen ersten Scuba Tauchgang gemacht und uns mal die Farbenpracht unter Wasser angesehen. Wirklich beeindruckend als würde mann in einem Aquarium herum schwimmen. Jetzt keine Riesen spektakulären Fische aber viele und bunt ist es unter Wasser.

Am Sonntag haben wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Norden gemacht um unsere Termine mit den Handwerkern in der Rodney Bay Marina wahrzunehmen. Wie geplant haben wir in der Marigot Bay einem echten Huricane Hole festgemacht. Zunächst gab es wieder Diskussionen mit dem Hafenmeister ob wir an Land dürfen. Aber ich konnte Ihn überzeugen das wir das sehr wohl dürfen. Langsam bekommt man bei diesen Diskussionen Übung. Spannend ist das mann durch einen engen Kanal in die Marigot Bay fährt, wobei auf der einen Seite das Restaurant Dolittle liegt in dem der gleichnamige Film gedreht worden sein soll. Dann öffnet sich eine Bucht die von Mangroven gesäumt ist und auf deren einer Seite sich die Hafenanlagen befinden und Stege für ziemlich große (Super) Motor- und Segelyachten. Diese Yachten dann natürlich mit Crew und man läßt dann segeln oder sich in der Gegend herum fahren. Naja bei allem Komfort, da segele ich lieber selber. Aber schön anzusehen sind zu mindestens die Megasegelyachten dann schon. Die Bucht hat dann wirklich etwas magisches auf der einen Seite wild und voller Mangroven und auf der anderen Seite kleine weiß gestrichene Holzgebäude des Hafens und bunte Restaurants. Hinten in der Ecke versteckt sich dann die Einfahrt zu einer Ressortanlage die sich wunderbar auf mehreren Ebenen in den Regenwald einpasst. Unten am eigenen Dingi Dock dann eine Bar und oben in der ersten Ebene ein wirklich schönes Restaurant. Dann auf zwei Ebenen große Pools die mit einem Wasserfall verbunden sind. Wobei der obere auch noch eine Wasserbar mit Sitzen im Wasser hat. Lea war mal direkt total begeistert und wir haben das dann auch ausgiebig genutzt. Dieser Hafen hat nämlich eine Besonderheit - er gehört zu dem Hotel und daher dürfen die Yachten die Anlagen des Hotels mit benutzen. Diese Besonderheit wurde in der Coronazeit ganz besonders, weil das Restaurant des Hotels auf hatte, wo ansonsten alle Restaurants in St. Lucia nur Take Away anbieten durften und Alkohol gar nicht verkauft werden durfte. Wir haben also einen tollen Abend in dem Restaurant verbracht und den leckeren Rumpunsch genossen. Das hat uns so gut gefallen, dass wir dann später auf dem Weg nach St Vincent dort nochmal Halt gemacht haben und Pool und Restaurant ausgiebig besucht haben. Hier haben wir dann bei unserem zweiten Besuch dann auch Roland verabschiedet der vonSt Lucia über Barbados - London und Zürich nach Hause gereist ist. Wir haben in der Marigot Bay dann innerhalb einiger Tage unsere Reparaturen über die Bühne gebracht und sind dann am 26.2 mit Zwischenstop Marigot Bay Richtung  St Vincent und den Grenadinen aufgebrochen.

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